Wie man seine Webseite bekommt

Eine kurze Einführung, welche Angebotstypen und Arten von Webseiten heute gängig sind.

Die Konstruktionsprinzipien

Früher war es üblich, dass Webseiten individuell programmiert wurden. Bevorzugte Programmmiersprachen waren z.B. HTML oder  Java. Die Seite wurde von Grafikern optisch vorgeplant, vom Text / Konzept inhaltlich strukturiert und von Webdesignern entwickelt. Dies machte die Entwicklung von Webseiten teuer. Mittlerweile sind andere Vorgehensweisen oft sinnvoller und preisgünstiger. es wird nicht mehr individuell gestaltet oder programmiert, sondern mit Schablonen oder Baukästen gearbeitet. Es gibt eine Vielzahl von „Generatoren“ für die Erstellung eigener Webseiten. Welche Konstruktionsform die beste ist, hängt vom Einsatzzweck, dem eigenen Arbeitsanteil und natürlich dem Budget ab. Nachfolgend eine grobe Unterscheidung zum besseren Verständnis.

Typische Formen von Internetlösungen

Einfache Stangenlösung

Anbieter wie Strato, ionos,  Jimdo und andere haben Angebote, die eigene Webseite aus einem starren Baukastensystem zu generieren. Der Vorteil: Man spart sich alle Entwicklungskosten. Die Nachteile: Die optischen und gestalterischen Freiheiten sind doch beschränkt, die Handhabung ist nicht so einfach, wie man es gerne darstellt.

Bewertung: Gut für die ersten Gehversuche.

Modernes Content Management System

Vergleichbar mit einem Lego-System. Werden heute oft für die Gestaltung von Internetauftritten benutzt.  Programmierkenntnisse sind im Prinzip nicht mehr erforderlich. Die Gestaltungsbasis liefern „Themes“, spezifische Anforderungen werden über Plug-In-Angebote integriert.

Vorteile von CM-Systemen: Sehr vielfältig, sehr anspruchsvoll und dennoch ggf. in Eigenregie zu erstellen.

Nachteille: Umfangreicher Quellcode, z.t. erhebliche Einarbeitungszeit.

Bewertung: CMS sind erste Wahl für alle KMU. Das Preis-/Leistungs-Verhältnis

Freie Individualprogrammierung

Heute schon die Ausnahme. Individuelle Programmierungen sind qualitativ oft die beste Lösung, weil sie technisch schlank sind und wirklich individuell. Sie kosten aber auch das meiste Geld.

In aller Regel sind auch bei Individuallösungen viele Elemente aus dem Content-Management-System verarbeitet. Dies erleichtert den Redakteuren die Pflege der Seite.

Der größte Nachteil solcher Lösungen:  Inhaltliche Ergänzungen kosten später extra. Man kann als Besitzer kaum etwas an der Seite machen.

Typische Gestaltungsformen

Neue Internetseiten sind heute i.a.R. responsive angelegt. Die Optik passt sich der Größe des jeweiligen Endgeräts (Rechner, Tablet, Smartphone) an. Sieht man von dieser Gemeinsamkeit ab und vernachlässigt man alle Seiten, bei denen ein Verkaufsshop integriert ist, kann man folgenden Grundtypen unterscheiden.

 

Die statische Seite: Internet in einfach

Eine besonders einfache Basislösung. Im Prinzip ersetzt die Internetpräsenz den Telefonbucheintrag bzw. den Eintrag in den Gelben Seiten. Neben der Startseite gehören typischerweise eine Kontaktseite für E-Mail-Benachrichtigungen, eine Anfahrtsbeschreibung und eine Inhaltsseite zu dieser Lösung.

One-Pager: Internet ganz modern

Das Prinzip des One-Pagers heißt „Alles auf einen Blick“. Die Startseite informiert über alle wichtigen Inhalts-Bereiche der Webseite. Direkt von der Startseite aus führen interne Verlinkungen zu den weiterführenden Informationen. Die moderne Gestaltungsform ist gut geeignet, wenn die Gesamtmenge an Inhalten noch überschaubar ist.

Multi-Pager: Internet ganz klassisch

Das klassische Prinzip von Internetpräsenzen. Die Internetpräsenz besteht aus einer Startseite, ein Menü an der Seite oder oben verweist auf die anderen Seiten, die hierarchisch geordnet sind. Eine „Sidebar“ links oder rechts ergänzt die Inhalte. Multi-Pager sind etwas seltener geworden. Die Internetnutzung per Smartphone ändert das Nutzerverhalten und die Ansprüche an Übersichtlichkeit.

Der Blog: Internet für Jedermann

Blogs sind sehr populär geworden. Die Internettagebücher sind nicht schwieriger als eine Office-Anwendung wie bespw. WORD zu bedienen und schaffen viel Raum für Dialog und Berichte. Heute ist es völlig normal, dass ein Blog in einen Internetpräsenz inegebunden ist, viele moderne CM-Systeme haben ihren Ursprung in der Idee des Blogs.